Formaler Ablauf der Therapie: Gesetzliche Krankenkassen

 

Wer eine Therapie aufnehmen möchte, kann unsere Praxis direkt – auch ohne Überweisung – mit seiner Versichertenkarte zu einem vorher vereinbarten Termin aufsuchen.

Sie können zu Beginn eine Psychotherapeutischen Sprechstunde wahrnehmen. Diese dient der Abklärung, inwiefern eine behandlungsbedürftige Störung vorliegt. Während dieser Sprechstunde soll zudem geklärt werden, welche Behandlungs- oder auch Beratungsform bei Ihrer Symptomatik und/oder Problematik sinnvoll ist.  Ab dem 01.04.2018 ist es für Versicherte verpflichtend, vor Aufnahme einer ambulanten Psychotherapie mindestens 50 Minuten in einer "Psychotherapeutischen Sprechstunde" gewesen zu sein.

Ein Termin zur Psychotherapeutischen Sprechstunde ist in der Regel noch keine Zusage für einen ambulanten Psychotherapieplatz. Meist müssen nach der Sprechstunde weitere Wochen /Monate Wartezeit einkalkuliert werden bis ein Therapieplatz frei wird.

Für Menschen mit akuten psychotischen Störungen (Wahnerleben), einem lebensbedrohlich geringem Gewicht oder akuter Suizidgefährdung ist eine ambulante Behandlung nicht ausreichend, sondern eine zeitnahe stationäre Aufnahme in einer Klinik wird notwendig. Patienten mit stoffgebunden Suchtproblemen, die akut Suchtmittel konsumieren, dürfen erst dann auf Kosten der gesetzlichen Krankenkassen bei niedergelassenen Psychotherapeuten behandelt werden, wenn sie abstinent sind, also auf ihren Konsum verzichten. Andernfalls können Personen mit Suchtproblemen Kontakt zu spezialisierten Suchteinrichtungen (Beratungsstellen, Kliniken) aufzunehmen.                                

Paartherapien, Erziehungsberatung, Lebenssinnfindung oder Coaching sind keine heilkundlichen Leistungen. Somit werden die Kosten für diese Leistungen nicht von Krankenversicherungen oder der Beihilfe erstattet, sondern müssen privat bezahlt werden.

Des Weiteren werden zwischen 2 und 4 Probesitzungen (sogenannte probatorische Sitzungen) erfolgen. Sowohl der Patient als auch der Therapeut haben in diesen Sitzungen Zeit, sich besser kennen zu lernen. Dies erleichtert die Entscheidung bzgl. einer Zusammenarbeit. Es kann geklärt werden, ob eine vertrauensvolle Arbeitsbeziehung zwischen uns zustande kommt und welche Ziele mit der Therapie verfolgt werden.

 

Die psychotherapeutische Behandlung wird in unserer Praxis als Einzeltherapie angeboten. Dabei kann sehr individuell auf die einzelne Person eingegangen werden. Während der Phase der probatorischen Sitzungen wird ein Konsiliarbericht durch eine/n Haus- oder Facharzt/ärztin eingeholt. Diese körperliche Untersuchung ist notwendig, um eventuelle organische Ursachen der psychischen Beschwerden abzuklären. So können z.B. die Symptome einer Schilddrüsenunterfunktion denen einer Depression sehr ähneln. Durch diese Informationen kann die Psychotherapeutin vorliegende körperliche Erkrankungen und deren Einfluss auf die Psychotherapie berücksichtigen.

 

Nach den probatorischen Sitzungen wird bei der Krankenkasse ein Antrag auf      Kostenübernahme gestellt. Wir erklären die Vorgehensweisen und händigen die Formulare aus.                                                                                                                

Einige der psychischen Belastungssituationen oder Symptome lassen sich mit psychotherapeutischen Kurzzeitbehandlungen. Die  Kurzzeitbehandlung  umfasst 12 Stunden bei Erwachsenen und 15 Stunden bei Kindern und Jugendlichen (hier inklusive 3 Sitzungen, in denen den Bezugspersonen Gespräche angeboten werden). Der Antrag kann bei Bedarf noch einmal wiederholt werden, so dass in der Kurzzeittherapie maximal 24 Sitzungen für Erwachsene und 30 Sitzungen für Kinder und Jugendliche angeboten werden können. 

Sind die Symptome sehr ausgeprägt, so kann eine längerfristige Behandlung angezeigt sein, wenn bestimmte Grundvoraussetzungen erfüllt sind. Diese                Langzeittherapie – gleichgültig ob es ein Erstantrag oder eine Weiterführung einer Therapie ist - muss von einem Gutachter befürwortet und von der Krankenkasse genehmigt werden und ermöglicht dann insgesamt bis zu 60 Stunden für Erwachsene und maximal 72 Stunden für Kinder- und Jugendliche (unter Einbezug der Sitzungen mit deren Bezugspersonen). Therapeuten müssen dazu einen aufwändigen Antrag in einem fest verschlossenen Umschlag an die Krankenkasse senden, die den Umschlag an einen von ihr ausgesuchten Gutachter sendet. Die Krankenkasse erfährt nichts von dem Inhalt des Antrags, der Gutachter erhält nur ein Chiffre und nicht den Namen des Patienten

 

 

Sollten Sie weitere Fragen haben, freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme.

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Praxisgemeinschaft Psychotherapie Bochum

Am Röderschacht 32

44879 Bochum

 

Kontakt

 

Andrea Steinkamp

Telefon: 0234 4970895

Email: as-psy@gmx.de

 

Sonja Lehder

Telefon: 0234 495384

Email: S.Lehder@web.de

 

Auch wenn wir persönlich uns um Diskretion und vertraulichen Umgang mit Ihren Daten bemühen,

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da dies nicht in unserer Macht steht.

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